Theresa Weber

19. Juni bis 5. September 2021

Eröffnung: 18. Juni 2021, 19 Uhr

Theresa Weber (*1996 in Düsseldorf) setzt sich in ihren installativen und malerischen Werken mit kultureller Hybridisierung, Schönheitsidealen und ihrer eigenen deutsch-jamaikanischen Identität auseinander. In farbstarken, meist raumgreifenden Arbeiten verarbeitet die Absolventin der Kunstakademie Düsseldorf dabei vertraute, fremde, fetischisierte und persönlichen Elemente. Häufig sind es prothetische Materialien wie Kunstnägel, synthetisches Haar, Körperpolster, Silikon, aber auch Textilien und Schmuck - allesamt Elemente, die Körpern Identität und Zugehörigkeit geben. Körpererweiterungen nutzt sie im Narrativ sozialer Performanz, als kulturelle, organische Spur, als körperlosen Rest und dekodiert Assoziationen und Hierarchien, die den Materialien eingeschrieben sind.

Für ihre Ausstellung entwickelt die Künstlerin eine raumgreifende Installation aus giftgrünem Kunsthaar und „Woven Memories“ – in Kunstharz gegossene Fund- und Erinnerungsstücke – die als szenische Installation in farbiges Licht gehüllt werden. Die Ausstellung ist sowohl von innen wie auch von außen sichtbar.

Im Rahmen des institutionsübergreifenden Projekts „Dortmund Goes Black“ in Kooperation mit Schauspielhaus, Dietrich-Keuning-Haus und IFFF entsteht ein besonderer Programmpunkt: Theresa Weber präsentiert gemeinsam mit der Künstlerin Anys Reimann am 12. und 14. August die neue Performance FLUIDITY, für die der Ausstellungsraum in ein eigenes Bühnenbild verwandelt wird.

Theresa Weber zeigt in Dortmund ihre erste institutionelle Einzelausstellung. Weitere Werke sind parallel dazu in der Ausstellung "Sweet Lies - Fiktion der Zugehörigkeit" im Ludwigforum Aachen (2021) sowie ab September in der Kölner Moltkereiwerkstatt in einer Einzelausstellung zu sehen.

2020 war Weber für den Bundeskunstpreis nominiert.








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