DISPLAY. Staging Identities

Johannes Paul Raether, Victoria Sin, Mikołaj Sobczak, Philipp Timischl

15. Juni – 25. August 2019

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Die von Performances und Filmen begleitete Gruppenausstellung DISPLAY. Staging Identities zeigt zeitgenössische künstlerische Arbeiten über „Drag“. Damit ist eine überspitzte Form der Darstellung von Geschlecht gemeint, beispielsweise durch das Auftreten im Gewand des jeweils anderen Geschlechts, wobei ein Charakter angenommen oder eine eigene Identität entwickelt wird.

Die ausgestellten künstlerischen Arbeiten von Johannes Paul Raether (*1977 in Heidelberg, lebt in Berlin), Victoria Sin (*1991 in Toronto CA, lebt in London), Mikołaj Sobczak (*1989 in Posen PL, lebt in Münster) und Philipp Timischl (*1989 in Graz, lebt in Paris) zeigen, dass Drag mehr kann als konventionelle Geschlechterdefinitionen zu hinterfragen. Die vier Positionen eignen sich Drag als Werkzeug der Selbstermächtigung, als Möglichkeit einer immer wieder neu zu erfindenden Identität sowie als Vehikel zur Überwindung sozialer Klassen, (hetero)normativer Vorstellungen und vorherrschender Geschichtsschreibung an. Als Gegenmittel gegen Homogenität und die Inbesitznahme individueller Körper durch die Gesellschaft ist Drag Chance und zugleich Plädoyer für Erkenntnisgewinn, Selbstbewusstsein und Positionierung sowie ein Zeichen für Solidarität und die Bedeutung queerer Lebensentwürfe. Drag zeigt die Realität als verhandelbar, als Potenzial und kann deshalb in unserer gegenwärtigen Gesellschaft ein befreiender Gegenentwurf sein.

 

Kuratiert von Linda Schröer

 

KALENDER

MI, 12. JUNI, 18:00 UHR:
WORK IN PROGRESS

für Mitglieder und Förderer des Dortmunder Kunstvereins

FR, 14. JUNI, 19:00 UHR:
ERÖFFNUNG

Begrüßung: RAuN Dr. Matthias Wiese (Vorstandsmitglied)

Einführung: Linda Schröer (Kuratorin der Ausstellung)

20:00 Uhr: PERFORMANCE
Nicholas Grafia und Mikołaj Sobczak: It’s 10PM. Do You know where your children are?

Mittels collagierter Textfragmente, Choreografie und Kostümen erzählen Grafia (*1990 DE/PHI/USA) und Sobczak (*1989 PL) von öffentlichen und intimen Situationen des sozialen Widerstandes marginalisierter Subjekte.

LA DERNIÈRE SÉANCE #10
DO, 04. JULI, 19:00 UHR:

19:00 Uhr: AusstellungsFÜHRUNG
im Dortmunder Kunstverein
20:15 Uhr: FILMvorführung Victor/Victoria (1982, 134 Min, US), Regie: Blake Edwards, Ort: Schauburg, Brückstr. 66

LA DERNIÈRE SÉANCE #11
DO, 25. JULI, 19:00 UHR:

19:00 Uhr:
AusstellungsFÜHRUNG im Dortmunder Kunstverein
20:15 Uhr: FILMvorführung ONE ZERO ONE - The Story of Cybersissy & BayBjane (2013, 90 Min, D), Regie: Tim Lienhard, Ort: Schauburg, Brückstr. 66

In Kooperation mit dem Lichtspiel und Kunsttheater Schauburg, Brückstr. 66

FR, 2. AUGUST, 20:00 UHR:
PERFORMANCE

Adam Christensen (*1979 UK): I wanna be lonely
Christensen kombiniert Live-Akkordeonmusik mit persönlichen Erinnerungen zu einer verführerischen Erzählung.
In englischer Sprache

WORKSHOPS
mit Matthias Zahlten für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren

MO, 5. AUGUST, 11:00-18:00 UHR:

Das Geschlecht der Kleidung

MO, 12.
AUGUST, 11:00-18:00 UHR:
Be whatever you want to be

Teilnahme: kostenlos

SO, 18. AUGUST, 11:00-15:00 UHR:
VIDEOPREMIERE Mikołaj Sobczak: New Kingdom, 2019

anschließend: KÜNSTLERGESPRÄCH


Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen!

 

Die Ausstellung wird unterstützt von:


 

 

Accentuated by performances and movies, the group exhibition DISPLAY. Staging Identities shows contemporary artistic positions which all focus on the topic of drag. Drag describes an exaggerated form of representation of gender, for example in appearance in the attire of the opposite gender, while every performer usually takes on a character or creates their own fixed identity. Even though all forms of drag have the subversion of conventional gender definitions in common, their blurring and reinforcing of non-binary or even gender-neutral roles can increasingly be observed.

The four artistic positions Johannes Paul Raether (*1977 in Heidelberg, lives in Berlin), Victoria Sin (*1991 in Toronto CA, lives in London), Mikołaj Sobczak (*1989 in Posen PL, lives in Münster) und Philipp Timischl (*1989 in Graz, lives in Paris) visualise that drag is capable of more and is in fact about going beyond the scrutinising of conventional gender definitions. They utilise drag as a tool for self-empowerment, as a means of reinventing an identity time and time again as well as questioning and overcoming social class, (hetero)normative concepts and existing historical narrative. Drag appears as an antidote against homogeneity and the occupation of individual bodies by society. It is an opportunity and simultaneously a plea for insight, self-awareness and positioning, a token of solidarity and the significance of queer thriving. Drag exposes reality as a negotiable concept, points to its potential and therefore forms a counter concept to liberate our current society.

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