Kulturmeile

PERFORMANCES von Ja Jess, avaf und mehr

Samstag und Sonntag, 11. + 12. Mai 2024, 12-18 Uhr

Am 11. und 12. Mai lädt die Kulturmeile Dortmund dazu ein, durch eine Vielzahl kostenloser Angebote die künstlerische und kulturelle Vielfalt von Kultureinrichtungen mitten in der City zu erkunden. Zwischen 12 und 18 Uhr findet an beiden Tagen ein umfassendes Programm für Groß und Klein statt – weitere Informationen zu den teilnehmenden Kulturorten und dem Programm unter www.kulturmeile-dortmund.de.  

Programm im Dortmunder Kunstverein:

  • SAMSTAG:
    15 Uhr und 17 Uhr: Performance von Ja Jess - by the use of its displays
    Ja Jess (they/them/dey/denen) versteht deren Performativität als Künstler:in als Schauspieler:in. So generiert dey „trans-figurative Organismen“, die sich von kollektiven gesellschaftlichen Fiktionen nähren. Als Schauspielerin und Drag Charakter der weiblichen Figur unter dem Namen „Doll“ begann Ja Jess als Stripperin zu arbeiten. „Doll" betritt den Stripclub als ein Theater des binären Blicks und der Kapitalisierung des weiblich gelesenen Körpers. Sie vertritt die weibliche Figur als eine kollektive, un-tote gesellschaftliche Figur. Nach jeder Nacht in der „Doll“ arbeitet verskriptet Ja Jess die Cinematographie dieser Rolle im Club. 2023 entwickelte dey eine Performance aus dieser Praxis und lässt innerhalb genreübergreifender Environments Begriffe von von Skulptur; Bühne und Kostüm ineinander fallen. Die Sargkissen innerhalb der Ausstellung als Teil dieses Environments leiten ein in das fortführende Narrativ der Figur Doll. Sie stammen aus Bestattungsinstituten. Als eine neue Persona „Jane Doe“ praktiziert Ja Jess dort das Kleiden und Schminken von Verstorbenen, als eine Form der Re-inszenierung einer verstorbenen Person an dessen eigenem Körper, als ein Schauspiel ihrer selbst, oder auch, als ein Camouflagieren und lebendig Schminken toter Körper. Die Persona „Jane Doe“ trat ihr erstes mal auf in einem Bestattungsinstitut in NYC, in den USA werden so die nicht identifizierbaren anonymen Verstorbenen benannt. Innerhalb der Performance „in the use of its display“ überführt Ja Jess nun Jane Doe in den Ausstellungsraum des Dortmunder Kunstvereins. 
  • SONNTAG:
    12-17 Uhr: Nach einer Idee des Künstlerkollektivs avaf - always vomit after formalities
    Die Ausstellung „Unselfing“ beschäftigt sich mit dem Prinzip der Selbstauflösung. Mit der Idee, über die Grenzen des Subjektiven hinweg eine andere Weltbeziehung herstellen zu können. Wie ein Akt der Empathie mit der eigenen natürlichen und sozialen Umgebung kann das „Entselbten“ einen Zustand darstellen, den man durch das Versinken in Meditation oder eine gesteigerte Aufmerksamkeit für einen externen Gegenstand, etwa bei der Natur- oder Kunstbetrachtung erreichen kann. Die Performance „avaf – always vomit after formalities“ lädt dazu ein, die Identität des Individuums zugunsten der Zugehörigkeit zu einer Gruppe aufzulösen. Unter Anleitung werden in dadaistischer Manier Masken und Schürzen gestaltet. Sätze, die sich aus den Initialen des Künstlerkollektivs avaf zusammensetzen, sollen zur Gestaltung einer neuartigen, anderen und vielleicht zuvor unbekannten Identität anregen.
    assume vivid astro focus / avaf ist ein 2001 gegründetes Künstlerkollektiv. avaf kann je nach den Projekten, an denen es beteiligt ist, unterschiedliche Formationen annehmen. avaf arbeitet mit einer Vielzahl von Medien, darunter Installationen, Malerei, Wandteppiche, Neon, Video, Tapeten, Skulpturen, Performances usw. und konfrontiert häufig Geschlecht, Politik und eingebettete kulturelle Codes durch einen Überfluss an Formen und Farben.








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