ERÖFFNUNG MIT PERFORMANCE & DJ SET

UNSELFING

Samstag, 3. Februar 2024, 18 Uhr

Begrüßung: Catherine Westerwelle (stellv. Vorsitzende)
Einführung: Rebekka Seubert (Künstlerische Leiterin)

► Einige der Künstler*innen sind anwesend.
► Anschließend Getränke an der Liquid Currency Bar von Zoe Williams.

PERFORMANCE
ab 18 UHR assume vivid astro focus: always vomit after formalities
DJ SET
ab 21 UHR von Aa Sudd in Kooperation mit Atelier Amore, Dortmund: Der rätselhafte Produzent, DJ und Liveact Aa Sudd erforscht vor allem die psychotropen und hypnotischen Bereiche des Sounds. In Deutschland ansässig taucht er in unregelmäßige Rhythmen, eindringliche Atmosphären und kaleidoskopische Muster und verbreitet seinen Sound über Labels wie Midgar oder Mirror Zone. Aa Sudd liefert mit seinem Fokus auf das Fesselnde und Jenseitige umhüllende Sets und Produktionen, die Elemente von Techno und experimentellem Drum and Bass zu einem psychedelischen Hörerlebnis.

mit Arbeiten von: assume vivid astro focus (avaf), Yael Bartana, Cevdet Erek, Ja Jess, Jessy Razafimandimby, David Reiber Otálora, Lillian Schwartz, Yuri Yefanov

Das Selbst als eine kontinuierliche Erfahrung und abgegrenzte Entität anzunehmen, ist eine Leistung des menschlichen Gehirns und dient gleichzeitig kulturell als wichtige Grundlage für den in westlichen Gesellschaften dominierenden Individualismus. Durch den Einfluss gesellschaftlicher Entwicklungen und technischer Mittel wie sozialer Medien, Künstlicher Intelligenz und Neurowissenschaften, wird diese Annahme herausgefordert. Ein Infragestellen, wie es die irische Philosophin Iris Murdoch (1919-1999) bereits 1971 mit dem Begriff „Unselfing“ (Entselbsten) vorschlägt, kann gerade jetzt eine sowohl künstlerisch als auch persönlich widerständige Position ermöglichen.

Mit neu entwickelten Performances, Installationen und interaktiven Formaten sowie in Videos und Malerei wird in der Ausstellung die Erfahrung der Selbstauflösung erkundet: Möglichkeiten fluider Identitäten, des Absterbens eines Teils des Ichs und der Verwandlung eines anderen sowie Gefühle der Empathie und des Einsseins mit der umgebenden Welt – mit Menschen oder anderen Spezies, der Natur. Von vermischter Autorenschaft, dem sich Auflösen im Kollektiv bis zu körperlich und psychisch entgrenzenden Erfahrungen durch Meditation, Trance, Schmerz oder chemische Substanzen sucht die Ausstellung einen Weg und Zustand der Selbstlateralität, der Empathie und des Glücks zu skizzieren.

Kuratiert von Rebekka Seubert

 

  

 

Liquid Currency Bar ist ein Projekt Zoe Williams im Dortmunder Kunstverein. Es wird im Rahmen des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert, umgesetzt von ecce – european centre for creative economy GmbH.






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