Hanna-Maria Hammari

Brainsies

Jahr: 2022
Material: glasierte Keramik
Maße: ca. 20 x 14 x 6 cm
Auflage: 3 ähnliche Unikate
Preis: je 900 €

Wie so oft bei Hanna-Maria Hammaris Werken enthalten auch diese Keramikskulpturen Spuren eines Moments, der in der Zeit eingefroren ist: Die Oberfläche der Brainsies erinnert an die einer Großhirnrinde, sie wirken klamm und starr. Und doch wandert das Auge unruhig über die Hügel und Täler der Form. Jede Erhebung taucht in eine Kluft, windet sich die Kanäle hinunter und den Rand wieder hinauf – ähnlich einem Ozean mitten im Sturm oder wie Wellen, die einen wechselhaften Tanz aufführen. Die endlose Dramatik aus Spannung und Entspannung wird erst in dem Moment durch die sengende Hitze des Hochofens versteinert, in dem alle Flüssigkeit verdampft ist. Wasser ist der aktive Fluss, der unsere Körper am Leben hält, eine Verbindung untereinander und zu unserer Umwelt schafft. Hammaris Skulpturen überwältigten uns mit ihrem Eindruck unendlicher Trockenheit.

Text: Ben Livne Weitzman, Kurator und Autor, Frankfurt (aus dem Englischen übersetzt)

Hanna-Maria Hammari (*1986 in Tornio, FIN, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) ist Bildhauerin und studierte an der Frankfurter Städelschule. Ihren oft abstrakten Objekten verleiht sie immer wieder anthropomorphe Züge. Im Frühjahr 2022 wurden ihre Arbeiten in einer Einzelausstellung der Reihe 6 1/2 Wochen im Museum Folkwang, Essen präsentiert. Außerdem waren ihre Werke Teil von Ausstellungen u. a. in der Kunsthalle Baden-Baden (2018), im Frankfurter Kunstverein (2019) sowie der Ausstellung Wet Resistance (2022).

Hanna-Maria Hammari: Brainsies, 2022 #1  #1

Hanna-Maria Hammari: Brainsies, 2022 #2 #2

Hanna-Maria Hammari: Brainsies, 2022 #3 #3

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