SHELLY NADASHI

NESTING BOX

12. November 2016 – 12. Februar 2017

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zur Edition von Shelly Nadashi

An einen Ausdruck für eine menschengeschaffene Bruthilfe für Vögel angelehnt, entfaltet sich in Shelly Nadashis (*1981 in Haifa, Israel) Ausstellung NESTING BOX ein Wald in geschlossener Umgebung. Mit Objekten aus Papiermaché verwandelt sie den Kunstverein in einen Brutkasten für Eier, Vögel und Besucher, wobei die anpassungsfähigen Qualitäten des Materials metaphorisch für den produktiven, künstlerischen Prozess stehen. Die Unterschiede zwischen dem Ei und der Kunst miteinander verquirlend, werden über den Brutkasten die Interaktionen von Kunstwerk, Kunstraum und Kunstliebhaber erforscht. Die ausgestellten Objekte sind dabei wie eine mise en abyme arrangiert, eine Vitrine in der Vitrine, eine Ausstellung in der Ausstellung.

Shelly Nadashis Werk verbindet Skulptur, Text, Video und Performance gleichermaßen. Die kompromittierte Position des Künstlers als zeitgenössischer Clown wird dabei ebenso zum Thema wie das durch institutionelle Mechanismen zusammengehaltene Verhältnis von vorgegebenem Inhalt und Publikum. NESTING BOX ist die Weiterentwicklung von Nadashis jüngster Arbeit, die sie für die diesjährige Manifesta 11 in Zürich entwickelt hat.

KALENDER

MITTWOCH, 9. NOVEMBER 18:00 UHR:
WORK IN PROGRESS für Mitglieder und Förderer des Dortmunder Kunstvereins. Shelly Nadashi steht an dem Abend für alle Fragen zur Verfügung.

FREITAG, 11. NOVEMBER, 19:00 UHR:
ERÖFFNUNG
Begrüßung: Marion Edelhoff (Vorsitzende), Einführung: Oriane Durand (Künstlerische Leiterin)

SONNTAG, 27. NOVEMBER, 14:00-16:00 UHR:
ERÖFFNUNG: Jahresgaben 2016 mit Arbeiten von Sam Anderson, Frieder Haller, Aleksander Hardashnakov, Tiril Hasselknippe, Sam Keogh, Shelly Nadashi, Olga Pedan, Martin Schepers, Arjan Stockhausen, Raphaela Vogel und Phillip Zach

DONNERSTAG, 8. DEZEMBER, 19:00 UHR:
WINTERFEST
Führung mit Oriane Durand und Apéro Culinaire mit Matthias Fabry (Koch, Witten)
Beim Apéro Culinaire interpretiert Fabry in einem kulinarischen Experiment, die in NESTING BOX aufgeworfenen Fragen zum Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit. Eintritt frei. Anmeldung bis zum 1. Dezember unter: info@dortmunder-kunstverein.de
In Kooperation mit NEUE KOLONIE WEST.

DONNERSTAG, 26. JANUAR, 19:00 UHR:
AUSSTELLUNGSGESPRÄCH
mit ANNELIE POHLEN (Kuratorin und Publizistin, Bonn) und Oriane Durand

SONNTAG, 5. FEBRUAR, 15:00 UHR:
FÜHRUNG
mit Linda Schröer

 

Die Ausstellung wurde gefördert von:

   

 

As a borrowed term from avian reproduction, NESTING BOX displays a forest within a corporate environment. Using the transformative qualities of papier-mâché as a metaphor for the artist's process of producing, the arrangement in the Dortmunder Kunstverein imitates an incubator for eggs, birds and visitors. Scrambling the distinction between egg and art, this incubator explores the interactions between art work, art space and art lover. The objects are structured as mise en abyme, one glass cabinet within another, an exhibition inside an exhibition.

Shelly Nadashi's work juxtaposes sculpture, writing, video and performance. It deals with the compromised position of the artist as a contemporary clown, as well as the relationship between a given content and its audience and the institutional mechanisms that bind them. Her most recent work was shown earlier this year as part of Manifesta 11 in Zurich. The work in this exhibition was developed as a continuation of this piece.


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