MARY-AUDREY RAMIREZ

16. Mai bis 26. Juli 2020

Eröffnung: Freitag, 15. Mai 2020, 19 Uhr

Mary-Audrey Ramirez' (*1990 in Luxemburg, lebt und arbeitet in Berlin) installative Inszenierungen belagern lebensgroße, selbstgenähte zugleich wilde und gezähmte Tiere, die gemeinsam mit Objekten und Stoffbildern eine fantastische Welt voller popkultureller Zitate erzeugen: Filme wie Hitchcocks Die Vögel (1963), Serien wie Game of Thrones (2011-2019) und Spiele wie Tomb Raider (1996-2018) beeinflussen als Teile des kollektiven Bildergedächtnisses mehr oder minder subtil unsere Sicht auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie auf Gesellschaftsstrukturen und Geschlechterverhältnisse. Als Ausdruck von Fantasien und Unbewusstem dringen sie aus dem digitalen Kosmos in den realen Raum.

Wie Menetekel der Auswirkungen des technischen Fortschrittes und der digitalen Revolution auf die conditio humana werfen Ramirez‘ Arbeiten einen Blick auf deren mögliche Schattenseiten: Animierte Parallelwelten als Surrogat unserer Sehnsüchte, Bedürfnisse und Träume. Gleichwohl ist diesem Eskapismus stets ebenso Faszination, Lust und Freude eingeschrieben. Denn längst zeigt sich alles aufeinander bezogen sowie voneinander abhängig: Mensch und Tier, Realität und Fiktion, physischer und digitaler Raum.

Kuratiert von Linda Schröer

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