Brice Dellsperger

Body Double 39

26. Mai – 25. August 2024

Eröffnung: Sa, 25. Mai 2024, 18 Uhr

Eröffnung / Opening Sa, 25. Mai 2024, 18 Uhr
mit einem DJ Set von Jean Biche in Kooperation mit Atelier Amore

Diese erste Einzelausstellung in Deutschland von Brice Dellsperger (*1972 in Cannes, lebt in Paris) gibt ausführlichen Einblick in das Werk des französischen Videokünstlers. Es ist nicht nur ein Meilenstein queerer Videokunst, sondern auch von einer Leidenschaft für das Kino geprägt, das der Künstler als Material zur Manipulation, Umdeutung, Neuschöpfung und Subversion nutzt. Die seit 1995 fortlaufend entstehende Werkserie „Body Double“ geht auf den gleichnamigen Film von Brian de Palma aus dem Jahr 1984 zurück. Für seine bereits 38-teilige Reihe von Low-Budget Videos, dreht Dellsperger ikonische Filmsequenzen mit veränderten Geschlechterrollen nach, als campes, queeres Reenactment der Filmgeschichte, in dem die Konventionen des Kinos durcheinander geraten.

Das neuste Video der Reihe "Body Double 39" wurde in den Räumen des Dortmunder Kunstvereins gedreht und wird im Rahmen der Ausstellung als raumspezifische 3-Kanal Videoinstallation erstmals gezeigt. Mit den Schauspieler*innen Jean Biche, François Cheignaud, Alessandro de Marinis und GinGin Mezzanotte und einem Soundtrack von NEU!.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm sowie einer Künstlerpublikation begleitet.

Brice Dellsperger (*1972 in Cannes, lebt in Paris) studierte Bildende Kunst an der Villa Arson, Nizza und lehrt seit 2003 im Bereich Fotografie und Video an der ENSAD, Paris. Seine Werke wurden in institutionellen Einzelausstellungen u.a. in der Villa Arson, Nizza (2019); Marsèlleria, Mailand (2018) und dem FRAC Alsace (2011) präsentiert. Sie waren Teil von Gruppenausstellungen im Haus am Waldsee, Berlin (2023/24); Sammlung Falckenberg, Hamburg (2023); im Kölnischen Kunstverein (2018); der Sammlung Goetz im Haus der Kunst, München (2017); dem Swiss Institute, New York; MACBA Barcelona (2016); Centre Pompidou-Metz (2010); Palais de Tokyo (2004); MoMA New York (2002). Dellspergers Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter die Sammlung Goetz / Haus der Kunst, München und die Sammlung des Museum of Modern Art, New York. Der Künstler wird von den Galerien Air de Paris und Team Gallery New York vertreten.

Kuratiert von Rebekka Seubert

 




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