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11.04. - 18.05.2008

Jörg Mandernachs Arbeiten und Werkgruppen – Zeichnung, Wandzeichnung, Druckgrafik, Enkaustikmalerei, Objekt, Installation – haben trotz ihrer medialen Vielfalt einen starken Zusammenhalt. Motive wie Häuser, balancierende Menschen, Fortbewegungsmittel, um von einem Ort zum anderen zu kommen (Autos, Schiffe, Flugzeuge, Tiere) werden in allen Werkgruppen variiert. Viele Bildgegenstände kommen aus dem Bereich der Musik: Jazzbands, Gitarrenspieler oder Tonbänder. Bilder können Auschnitte einer größeren Bildwelt sein. Der Bildrand stellt zwar eine Grenze dar, die Fantasie des Betrachters kann sie aber ignorieren und im Geist das Bild über seine Grenzen hinaus fortsetzen. Verbindungen zwischen Werken sind denkbar und liegen oft auch nahe, wenn gleiche Motive in verschiedenen Arbeiten einer Ausstellung variiert werden. Bei jedem Ausstellungsbesuch versucht der Betrachter, den Gemeinsamkeiten und dem Zusammenhang der Exponate auf die Spur zu kommen. Wenn Jörg Mandernach seine Bilder durch Wandzeichnungen miteinander verbindet und durch weitere Motive ergänzt, schlägt er eine Möglichkeit von sehr vielen vor, wie die Bilder miteinander zusammenhängen könnten. Zugleich rekonstruiert er Zusammenhänge, die ihm in seinem Werk und Denken generell wichtig sind. Im Ausstellungsraum sind nicht nur die zeitlichen Grenzen im Fluss, sondern auch die Räume gehen ineinander über. Steht der Betrachter vor einer Zeichnung, einer Grafik, Malerei, so begibt er sich in Gedanken durch die Kraft der eigenen Projektionsfähigkeit in das Bild. Bei der Wandzeichnung steht er mitten in der Arbeit, denn der Bildträger ist ja nicht mehr ein Blatt Papier oder ein Holzträger für die Malerei, sondern die Wand des Raumes, in dem er selbst steht. Der Betrachter ist im Bild. Jörg Mandernachs Werke verbinden sich miteinander und mit dem Raum, sie reflektieren die Erinnerung, die Zeit, die Kunst und ihre Wahrnehmung.
Fotos: Hannes Woidich
Jörg Mandernach ist Mitglied der Künstlergruppe "Die Weissenhofer", die im Frühjahr 2008 im Künstlerhaus Dortmund mit einer Gruppenausstellung ihr Basislager aufgeschlagen hatten und von dort aus mehrere Einzelausstellungen als "Satelliten" über die Stadt verteilt installierten. Im Rahmen der Kunst-Kooperation "Die Weissenhofer: SATELLITEN" gastierte Matthias Beckmann in der Ev. Stadtkirche St.Petri, Jörg Mandernach im Dortmunder Kunstverein und Uwe Schäfer im Museum am Ostwall.
Termine:
11.04.2008, ab 18 Uhr: Eröffnungstour. Gemeinsame Eröffnung der Ausstellungen mit anschließendem Konzert der "Weissenhofer-Band" im Künstlerhaus Dortmund
14.05.2008, 19 Uhr: Künstlergespräch
15.05.2008, 20 Uhr: Katalogpräsentation und "Satellitenparty" im Museum am Ostwall
08.05. / 15.05.2008, jew. 17-20 Uhr / 17.05.2008, 12-15 Uhr: Jugendzimmer 3 - ausstellungsbegleitender workshop für Jugendliche
Jörg Mandernach - Kurzbiographie:
1963 geboren in Saarbrücken, lebt in Ludwigsburg
1986-91 Studium an der Kunstakademie Stuttgart
1987-92 Studium der Geographie an den Universitäten Stuttgart und Tübingen
1993-95 Atelierstipendium der Kunstakademie Stuttgart
1995 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg Debütantenförderung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg
1995 Gründung der Künstlergruppe „Die Weissenhofer“ (mit Matthias Beckmann und Uwe Schäfer, sowie Sebastian Rogler bis 2001, Thomas Raschke bis 2003)
1996-98 Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg
2000 Stipendium Kavalierhaus Langenargen am Bodensee
seit 2000 Dozent an der Kolping Kunstschule in Stuttgart
2001 Stipendium der Kulturstiftung der ZF Friedrichshafen AG
2004 Förderpreis des Künstlerbundes Baden-Württemberg
seit 2005 Lehrauftrag an der Universität Tübingen
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