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SozArt und Samisdat. Die inoffizielle Kunst in der Sowjetunion
Vortrag von Dr. Christoph Kivelitz. In Kooperation mit der VHS Dortmund und dem Museum am Ostwall als Rahmenveranstaltung zur Ausstellung „Ilya und Emilia Kabakov – Under the Snow/Unter dem Schnee“.

Anfang der siebziger Jahre bildete sich analog zur amerikanischen Pop-art in der Sowjetunion eine einflußreiche inoffizielle künstlerische Richtung namens „SozArt“ heraus, die dann auch im Westen rezipiert und in Ausstellungen dargestellt wurde. Das Pendant der Sozart in der Literatur hieß Konzeptualismus. Ihre Begründer sind heute international bekannten Maler wie Vitali Komar und Alexander Melamid, Ilya Kabakow und Erik Bulatow. Zu den Schriftstellern gehören Dmitrij Prigow, Jewgeni Popow und Wladimir Sorokin. Die Mitglieder der Gmppe verbanden eher persönliche Beziehungen als allgemeine künstlerische Prinzipien. Ausstellungen konnten – wenn überhaupt – im privaten Rahmen durchgeführt werden. Selbst herausgegebene Printmedien (Samisdat) dienten der Verbreitung ihrer ästhetischen Konzepte. Das Wesen und die Sprengkraft der Sozart bestand im ironischen Umgang mit sowjetischen Heiligtümern und kollektiven Ikonen.
Dortmunder Kunstverein, 12.01.2008, 16.00 Uhr
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