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Martin Wehmer bewegt sich in seiner Arbeit zwischen Abstraktion und Figuration, wobei er in immer neuen Gewichtungen eine einzigartige, sehr kraftvolle malerische Position hat entwickeln können. Hierbei bezieht er sich auch auf historische Entwicklungen der Malerei vom italienischen Futurismus bis hin zu Informell und Tachismus.
In den Bildern von Martin Wehmer verdichtet Malerei sich zu einem Ereignis, das einen gleichsam filmischen Handlungsfluss in sich verwahrt. Durch Abstufungen von Farbakkorden, feine Farbmodulationen oder klar gesetzte Kontraste von Hell und Dunkel, Warm und Kalt formt der Künstler ein energetisch aufgeladenes Spannungsfeld, das den Betrachter nicht zuletzt aufgrund der landschaftlich-panoramatischen Ausdehnung der Leinwand psychisch-physisch in das Bildgeschehen einbindet.
Allein aus der Farbe heraus entfaltet Martin Wehmer einen Diskurs über das Thema der Malerei und die der Farbe innewohnenden Energien, die er durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren wie in einem Urknall oder einer kosmischen Entladung zum Ausdruck und zur Anschauung bringt. Jenseits figurativ-gegenständlicher Bezüge ist hier der Anspruch der Künstler des italienischen Futurismus, so wie er im „Manifest des Futurismus“ (1910) von Marinetti programmatisch formuliert wurde, rein malerisch zur Umsetzung gebracht: „Gegenstände in Bewegung vervielfältigen sich unentwegt, deformieren sich, indem sie sich verfolgen wie vorwärts eilende Schwingungen im Raum“. Energie und Bewegung, die Kategorie der Zeit als Vierte Dimension wird in den Bildern Martin Wehmers allein aus der Bildkonstruktion, aus der Verschränkung flächig-räumlicher Strukturen, aus dem der Farbe innewohnenden Potential heraus sinnlich wirksam.
Mit freundlicher Unterstützung der

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