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Als Auftakt des Jahres zeigt der Dortmunder Kunstverein eine Arbeit des in Mainz und Zürich lebenden Fotokünstlers Vladimir Spacek. 1945 in Prag geboren absolvierte der Künstler sein Studium der Kunstgeschichte an der Karlsuniversität in Prag, bevor er im Jahr 1977 in die Schweiz emigrierte. Seit 1991 hat er eine Professur für Freie Fotografie an der Akademie der Bildenden Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne und war bereits im Jahr 1999 mit seiner Fotoklasse Gast in den Räumen des Kunstvereins. Standen damals Arbeiten seiner Studenten im Mittelpunkt, so hat sich Vladimir Spacek diesmal selbst die Räume des Kunstvereins mit einer fotografischen Installation zu Eigen gemacht.
An zwei Wänden des Kunstvereins projiziert der Künstler ein schwarzweißes fotografisches Bild in jeweils 4 Meter Breite. Beide Bilder verändern sich in für das menschliche Auge kaum wahrnehmbaren Intervallen in umgekehrter Richtung zu reinem Weiß bzw. Schwarz. Helle und dunkle Flächen reagieren in unterschiedlicher Weise auf diese Veränderung, so dass sich Teile des zu weiß bzw. schwarz konvergierenden Bildes schneller, andere langsamer dem Blick des Betrachters entziehen bzw. sichtbar werden und sich das Bild vor seinen Augen aufzulösen beginnt bzw. im Umkehrprozess erst dort entsteht.
Das Spiel von Licht und Schatten im Bild und die vom Künstler implantierte zeitliche Komponente übersetzen sich in ein Gefüge aus Raum und Zeit, das den Betrachter in seinen Bann zieht. Trotz seiner überdimensionalen Größe verharrt das Bild in seiner Immaterialität und entzieht sich immer wieder dem visuellen und somit auch dem gedanklichen Zugriff des Betrachters.
Vladimir Spacek experimentiert in seinen oft installativen fotografischen Arbeiten auf unterschiedlichste Weise immer wieder mit dem Prozess der Bildwerdung ebenso wie mit der Wahrnehmung des Betrachters und nutzt nicht fassbare, immaterielle Phänomene als Gestaltungselement für diesen Bildfindungsprozess.
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