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ARCHIV / 2005 - Ausstellungen / Achim Zeman

22.04.2005 - 19.06.2005

Schnittstellen

 

Als Maler arbeitet der 1961 in Stuttgart geborene, und seit nunmehr 15 Jahren in Köln lebende Künstler naturgemäß in der Fläche. Beschäftigt sich mit Fragestellungen von Fläche, Farbe und Proportion. Doch darüber hinaus waren es immer schon die Zwischenräume, die ihn faszinierten, die Uneindeutigkeiten zwischen den vermeintlich klar abgegrenzten Parametern seiner Disziplin, die den Künstler veranlaßten, sich ebenso dem Phänomen Raum zuzuwenden. So entstanden in den letzten Jahren nicht nur Wandarbeiten als Tafelbilder, sondern ausgehend von deren Zweidimensionalität gleichsam installative, raumbezogene Arbeiten, die den künstlerischen Schaffensbereich Achim Zeman einerseits entscheidend erweiterten und bereicherten, und ganz allmählich in eine sehr befruchtende Wechselwirkung traten mit den Tafelbildern. Diese Schnittstelle zwischen Fläche und Raum markiert auch einen zentralen Aspekt in den hier heute präsentierten neuen Arbeiten des Künstlers.

Querformatige Bilder unterschiedlicher Größe, bestehend aus jeweils zwei hintereinander auf der Wand positionierten Acrylglasplatten begegnen dem Betrachter. Die ursprünglich glasklare Oberfläche des Materials durch Abschleifen angerauht und verunklärt, bildet die Frontfläche dieser Arbeiten. An verschiedenen Stellen wurde diese Vorderseite sodann mit Streifen von farblosem Lack versehen, wie um das Resultat des vorangegangenen Arbeitsschrittes teilweise zurückzunehmen. Auf der Rückseite der vorderen Platte befinden sich mit Siebdruckfarbe aufgetragene Farbstreifen. Auf der hinteren Platte ergänzen streifenförmige Aussparungen und eine auf der Rückseite befindliche Farbfläche die begonnene Struktur. In diesen zumeist vier verschiedenen Ebenen schafft der Künstler in seinen Arbeiten ein rhythmisches Geflecht, das den Betrachter in seiner Vielschichtigkeit ebenso zu irritieren wie zu faszinieren vermag. Eine im wahrsten Sinne des Wortes nur teilweise zu durchschauende Oberfläche gibt den Blick frei auf die darunter liegenden Schichten. Wie durch ein Schlüsselloch späht der gebannte Betrachter, in der Hoffnung bis auf den Grund dieser mystisch anmutenden Bilder zu gelangen und ihr Geheimnis zu entschlüsseln.