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In seiner ersten Ausstellung des Jahres 2004 präsentiert der Dortmunder Kunstverein in Kooperation mit den Städtischen Sammlungen Neu-Ulm und dem Museum Baden in Solingen vom 6. Februar bis zum 4. April Arbeiten von Anke Eilergerhard (Berlin) und Andreas Komotzki (Wuppertal).
Im Mittelpunkt ihrer beider Arbeiten steht die Beschäftigung mit Gegenständen oder Situationen und Gegebenheiten des alltäglichen Lebens, deren Überführung in ein kreatives Vokabular und ihre Nutzbarmachung für künstlerische Inhalte. Hierbei bedienen beide Künstler sich jedoch sehr unterschiedlicher Techniken und Vorgehensweisen. Anke Eilergerhard greift in ihrer Motivik vor allem "häusliche" Utensilien auf, die klischeehaft und plakativ auf die traditionelle weibliche Rolle in der Gesellschaft verweisen. So finden sich neben Nahrungsmitteln und Küchenaccessoires auch Einrichtungsgegenstände und Kinderspielzeug. Es entstehen fast immer ganze Werkserien aus Malereien, Fotografien, bildhauerischen oder installativen Arbeiten, die die unterschiedlichen Aspekte und Nuancen der gewählten Thematik umfassend beleuchten. Andreas Komotzki dagegen wählt den öffentlichen Raum – ob Stadtraum, Landschaftsraum oder auch gesellschaftlichen Raum – als Schauplatz seiner Arbeiten.
In der Gegenüberstellung dieser beiden „Welten“, der künstlerischen Positionen von Anke Eilergerhard und Andreas Komotzki findet sich jedoch mehr Korrespondierendes als die Oberfläche ihrer Arbeiten zunächst vermuten läßt. Beide Künstler sind als Beobachter mit unterschiedlicher Perspektive auch Bestandteil ein und derselben Welt; beide behandeln auf ganz unterschiedliche Weise Themen wie Identität und Anonymität, den Wunsch und das Bemühen des Menschen um Individualität und entwickeln eine kritische Positionierung gegenüber einer Gesellschaft, die dem Diktat der Geschwindigkeit huldigt und deren Schnellebigkeit und Oberflächlichkeit oft keinen Raum läßt für Zwischentöne und Nuancen. Die Ausstellung wird begleitet von einem zweiteiligen Katalog, der in der Zusammenarbeit aller drei Institutionen entstand.
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