Über uns

Der Dortmunder Kunstverein trauert um

Klaus Heesche

Wir haben mit Betroffenheit vom Ableben unseres Gründungsmitgliedes und ersten Vorsitzenden, Klaus Heesche, erfahren. Klaus Heesche war von der Gründung an, also in den Jahren 1984 bis 1988, Vorsitzender unseres Kunstvereins.
Bedauerlicherweise habe ich Herrn Heesche nur einmal persönlich kennenlernen dürfen, als er 2009 die Feier des 25-jähirgen Jubiläums des Kunstvereins besuchte. Unserer Einladung zur 30-Jahr-Feier im November 2014 konnte er leider aus gesundheitlichen Gründen schon nicht mehr folgen. Unserer Bitte, für die Festschrift ein Grußwort zu verfassen, ist er aber sofort und gern gefolgt. In diesen Tagen ergab sich ein sehr persönlicher Kontakt per E-Mail zwischen uns, der bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. So wie das Grußwort, das uns schließlich von Klaus Heesche erreichte, dass für mich Ausdruck seiner wirklich besonderen Persönlichkeit war: Ein wahrer Menschen- und Kunstfreund, freundlich, zugewandt und überzeugend.
Sein Ehrenamt hat er – so haben es mir Wegbegleiter aus diesen Jahren berichtet – mit Omnipräsenz und vollem Einsatz ausgefüllt. Er war ein intimer Kunstkenner, mit vielen Künstlern sogar befreundet, denn Besuche der Künstler in ihren Ateliers vor den Ausstellungen gehörten für ihn ganz selbstverständlich dazu. In seine Amtszeit fielen Ausstellungen mit namhaften Künstlern wie Bernhard Schulze und K.O. Götz.
Klaus Heesche ist am 11. Januar nach jahrelanger, schwerer Krankheit verstorben. Wir möchten seiner Familie und seinen Freunden unser tiefes Mitgefühl aussprechen und fühlen uns mit ihnen in stiller Trauer verbunden. Wir werden Klaus Heesche für immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Marion Edelhoff,
Vorsitzende,
im Namen des Vorstandes und des Teams des Dortmunder Kunstvereins 

Dortmunder Kunstverein e.V. 

Der Dortmunder Kunstverein, 1984 gegründet, versteht sich als ein Experimentierfeld für innovative künstlerische Konzepte und als Ort der Förderung sowie Produktion zeitgenössischer Kunst. 2014 bezog er neue Räume in unmittelbarer Nähe zum Dortmunder U, das u.a. das Museum Ostwall und den Hartware MedienKunstVerein (HMKV) beheimatet, und trägt damit zur Stärkung dieses kulturellen Zentrums für Gegenwartskunst in Dortmund bei. Durch Kooperationen mit lokalen kulturellen Institutionen, den hiesigen Universitäten und als aktives Mitglied der KunstVereineRuhr ist der Dortmunder Kunstverein zu einem wichtigen Bindeglied im regionalen Kulturbetrieb geworden.

Mit vier bis sechs Einzel- und Gruppenausstellungen aktueller nationaler sowie internationaler Positionen, durch Führungen, Künstlergespräche, Vorträge und die Herausgabe von Publikationen bietet er eine offene Plattform für Diskussionen und Austausch über relevante Denkweisen und Fragestellungen zeitgenössischer Kunst. Darüber hinaus organisiert er für seine Mitglieder Atelierbesuche, Tagesexkursionen und internationale Reisen wie beispielsweise zur Biennale nach Venedig.

In den 80er und 90er Jahren wurden hier Einzelausstellungen renommierter KünstlerInnen wie Hanne Darboven, Joseph Beuys, Roman Signer, Richard Serra oder des in Dortmund geborenen Martin Kippenberger präsentiert. In den letzten Jahren konzentriert sich das Programm auf noch nicht etablierte junge Positionen mit Ausstellungen von Künstlern wie Sven Johne im Jahr 2007 oder 2010 von Daniel Gustav Cramer und Tobias Zielony.

Unter der Leitung von Sandra Dichtl (Oktober 2010 bis März 2015) engagierte sich der Kunstverein in der Entwicklung neuer Kooperationen und eines lokalen multidisziplinären Netzwerks. Im Jahr 2013 wurde der Programmbeitrag "BLOWIN’ FREE – das Containerdorf der KunstVereineRuhr" (www.kunstvereineruhr.de) im Rahmen der EMSCHERKUNST.2013 vom Dortmunder Kunstverein organisiert und koordiniert. Auch im Jahr 2014 engagiert sich der Verein regional, zum Beispiel durch die Mitarbeit an Ausstellungen wie „Grafik aus Dortmund“, im Netzwerk „Neue Kolonie West“ und Kooperationen mit der TU Dortmund sowie überregional durch die Mitwirkung an weiteren Projekten der KunstVereineRuhr. Der Dortmunder Kunstverein stellt es sich Aufgabe, eine umfassende Ausstrahlung der Kunstvereine und des Kunstvereinswesens zu fördern.

Vorstand und Team (v.l.n.r.): StB Dipl. FW Stefan Zöller, Linda Schröer (Kuratorische Assistentin), RAuN Dr. Matthias Wiese, Dipl.-Kffr. Marion Edelhoff (Vorsitzende), Prof. Dr. Hartmut H. Holzmüller, Oriane Durand (Künstlerische Leiterin), Roland Baege (Komm.)

Räumlichkeiten
Seit Mai 2014 befindet sich der Dortmunder Kunstverein im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Getränkekonzerns Brau und Brunnen AG, das von 2005 bis 2007 auf dem Gelände des Dortmunder U und angrenzend an den bereits bestehenden Gebäudekomplex angebaut wurde. Das Dortmunder U, auch U-Turm genannt, wurde 1926/1927 als „Gär- und Lagerkeller“ der Dortmunder Union Brauerei vom Dortmunder Ingenieur und Architekten Emil Moog erbaut. Nach der Verlagerung des Brauereistandorts 1994, erwarb die Stadt 2007 das Areal und ließ das bis dahin leerstehende „Dortmunder U“ als Leuchtturmprojekt der Kulturhauptstadt Europas 2010 zum Zentrum für Kunst und Kreativität umbauen. Die Planung und Ausführung der Umnutzung des gesamten Gebäudekomplexes erfolgte durch das Dortmunder Architekturbüro Gerber Architekten.



Mitglieder
Es gibt in Deutschland nur wenige Orte zeitgenössischer Kunst und Kultur, bei denen die Teilhabe an künstlerischer Produktion und Innovation so selbstverständlich und umfassend ist wie in einem Kunstverein. Wir ermöglichen unmittelbare und aktive Zeitgenossenschaft mit Künstlern und anderen Kunstinteressierten, Auseinandersetzung mit künstlerischen und gesellschaftlichen Themen sowie Teilhabe am öffentlichen Diskurs und am internationalen kulturellen Austausch.

Als Mitglied des Kunstvereins unterstützen Sie zeitgenössische Kunst und haben Teil an kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen in Dortmund und darüber hinaus. Anders als ein Museum verfügt ein Kunstverein nicht über eine eigene Kunstsammlung. Stattdessen jedoch über lediglich für Mitglieder erwerbbare Jahresgaben und Editionen, die ermöglichen sich eine kleine eigene Kunstsammlung aufzubauen.

Der Dortmunder Kunstverein ist Mitglied der

                                         Neue Kolonie West

 

Satzung